Nach dem Chiemsee und dem Starnberger See ist der Ammersee der drittgrößte See in Bayern. Er hat eine Fläche von rund 47 Quadratkilometern und eine maximale Tiefe von etwa 80 Metern.
Der Ammersee entstand -wie auch andere Seen des Alpenvorlandes- mit dem Abschmelzen der eiszeitlichen Gletscher. Er liegt in einem ehemaligen Zungenbecken und ist entsprechend am Rand von den ehemaligen Moränenhügeln umgeben.

Durch Schutzmaßnahmen und den Bau einer Ringkanalisation in den Siebzigerjahren ist die Wasserqualität durchgehend gut. Die Sichttiefe beträgt im Allgemeinen etwa 2m.
Im See leben Renken, Saiblinge, Seeforellen und Aale, die von den zahlreichen Fischern frisch oder geräuchert angeboten werden. Daneben sind aber auch andere Fische wie Zander oder Hecht zu finden, wobei gerade der diese beiden in den Restaurants zu den beliebten Fischgerichten gehört.

In den ausgedehnten Naturschutzgebieten entlang der Ammer und der Amper haben zahlreiche Pflanzen und Vögel ihre Rückzugsmöglichkeiten und Brutgebiete gefunden. Auch wenn das Betreten verboten ist, kann von Beobachtungsplätzen aus hier der ein oder andere seltene Vogel in freier Natur gesichtet werden. Ein solcher Beobachtungsplatz findet sich in Dießen.
Der Ammersee und auch die anderen vier Seen des Fünfseenlandes (Starnberger See, Wörthsee, Pilsensee und Wesslinger See) zählen zu den beliebten Freizeit- und Urlaubsregionen in Bayern. Zum einen sind es Naherholungsgebiete der Münchner und Augsburger Bevölkerung, die auch mit Bahn und S-Bahn anreisen können.
Bei vielen Gästen steht im Sommer natürlich nur das Sonnen oder Baden in einem der zahlreichen Seefreibäder oder an einem öffentlichen Standabschnitt im Vordergrund. Hier kann man an einem schönen Sonnentag herrlich auspannen. Auch das Tauchen ist im Ammersee im Rahmen der Vorschriften der Allgemeinverfügung des Landratsamtes Landsberg am Lech gestattet.
Neben der schönen Landschaft sind es auch die zahlreichen Biergärten und Cafes, die nach einem Badetag, Spaziergang oder einer Radtour zum Verweilen einladen und so den Erholungstag komplettieren. Für den Spaziergang oder die Radtour finden sich rund um den See viele -gut beschildete- Routen für Wanderungen, Radtouren oder Nordic-Walking.
Auch eine Fahrt mit der Ammerseeflotte der bayrischen Seenschiffahrt erfreut sich großer Beliebtheit. Neben den normalen Rundfahrten sind auch die Sonderfahrten mit dem neuen Raddampfer Herrsching oder dem kürzlich vollständig restaurierten Raddampfer Dießen ein Erlebnis, das sich auch die Seeanwohner immer wieder einmal gönnen.

Im Sommer sorgen günstige Windverhältnisse für regen Segel- und Surfbetrieb. Seit ein paar Jahren erfreut sich auch das Kite-Surfen zunehmend größerer Beliebtheit. Segelboote kürzer als 9,20 m und ohne Motor können im Rahmen des Gemeingebrauchs ohne Genehmigung (unter Beachtung der örtlichen Regeln) benutzt werden. Die Zahl der Liegeplätze sind limitiert und somit sind sie schwer zu bekommen. Die Nutzung von Motorbooten ist strengen Reglementierungen unterworfen. Motor- und Elektroboote ebenso wie Segelboote mit mehr als 9,20 m Länge oder mit einem Hilfsmotor über 4 kW oder mit Wohn-, Koch- oder sanitären Einrichtungen benötigen eine Zulassung des Landratsamtes Landsberg am Lech und ein Kennzeichen sowie einen privatrechtlichen Gestattungsvertrag mit der Bayerischen Schlösserverwaltung. Segelboote für den Urlaub können in den einzelnen Orten ausgeliehen werden. Wenn Sie noch einen Segel-, Surf- oder Motorbootführerschein machen wollen, können Sie dies bei entsprechenden Kursen auch am Ammersee machen.

